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Willkommen bei TOOL-TIME. Hier kannst Du Dir die Tipps und Tricks von Chris ansehen, egal ob es um „aufgepimpte“ Hardcases oder Do-Ii-Yourself Meshtoms geht, hier ist für jeden etwas geboten. Viel Spaß beim Stöbern und Nachbauen.
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PIMP UP MY CASE:
Oft ist es doch so, dass Drummer viel zu viel "Kram" mit sich herumschleppen müssen und dieser meist unsachgerecht in irgendeine Ecke des Autos/Transporters wo noch Platz ist verstaut wird. Meist sind dies Ständer und andere Hardware, die natürlich durch solche Packaktionen über die Zeit in Mitleidenschaft gezogen werden. Da Hardwareschutz aber leider meist sehr teuer ist und nicht immer die Eigenschaften und Features hat, die man selbst bräuchte, kann man sich auch mit kleinerem Geldbeutel ein ordentliches Case selbst auf die eigenen Wünsche zurechtschneidern.
Ausgangsbasis ist ein Zubehörcase der Firma THON (Hausmarke von Thomann) für ca. 130.-€ mit den Maßen 120 x 40 x 40 cm. Das Case ist sehr gut verarbeitet und eignet sich hervorragend für die individuelle Gestaltung.
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Bei dem Case von Chris war die Idee einen Platz für die Bassdrum-Pedale zu schaffen, damit man diese nicht immer extra transportieren muss. Trotzdem mussten sie von der restlichen Hardware so abgeschirmt werden, dass sie beim Transport nicht beschädigt werden.
Um dies zu erreichen, zog man Trennwände aus 2 cm dicken Brettern in das Case ein, so dass eine Dreiteilung der Grundfläche zustande kam. Um die Trennwände überhaupt installieren zu können, muss auf der Unterseite des Case Gegenbretter in der gleichen Formation angebracht werden, da das Holz des Case zu dünn ist um z.B. einen Winkel zu befestigen. Die Bretter werden sozusagen als eigentliche Verankerung benötigt, die außerdem das Case vor dem ausreißen schützt. Die zwei kleinen Kammern sind für die zwei Pedale, die große Fläche ist für die Hardware gedacht. Damit diese nicht durch den Transport unnötige Macken und Kratzer bekommt wurde der Boden mit einem Teppich ausgelegt.
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Für die Beater der Fußmaschinen wurden in jeder Kammer jeweils eine Metallasche an der Trennwand angebracht, die als Halterung für den Beater fungiert.
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Als kleines Gimmick, wurden in der Mittelwand zwei Löcher gebohrt, in die man zwei Inbusschlüssel stecken kann, so dass man selbst wenn man mal sein Werkzeug nicht zur Hand hat, noch kurz vor dem Gig Einstellungen an den Fußmaschinen vornehmen kann.
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Die Trennwände wurden in Ihrer Höhe genau zugeschnitten, da das Case 2 Stockwerke erhalten sollte. Wie Ihr auf dem unteren Foto erkennen könnt, findet die ganze Hardware, als auch die zwei Fußmaschinen im Case ohne Probleme Platz. Man kann gut und gerne die Doppelte Menge an Ständern laden. Da Chris jedoch ein Rack spielt, seht ihr hier nur die Cymbal Halter ohne Füße.
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Um ein zweites Stockwerk einziehen zu können, muss zuvor noch eine kleine Installation getätigt werden. Ein senkrechtes Vierkantholz in der Mitte der rechten Seite, welches die gleiche Höhe wie die Trennwände besitzt.
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Nun kann man ein Holzbrett in etwa der gleichen Größe wie die Case-Fläche (alle Seiten ca. 1,5 cm kleiner, also 137 x 37 cm) zurechtsägen. Wichtig ist, dass das Brett nach dem Einpassen und ablassen auf die Trennwände und das Vierkantholz nicht wackelt. Falls dies der Fall sein sollte könnt ihr euch helfen wie Chris, der eine Korkscheibe (von einem Weinkorken) als Abstandshalter auf die mittlere linke Trennwand angebracht hat.
Auf das zugeschnittene Brett wird ebenfalls Teppich aufgebracht, der nicht nur für den gleichen Look sorgt, sondern auch wieder als Dämpfung fungiert. Danach bringt man mittig zwei Griffe an, die zur besseren Handhabung auf zwei Vierkanthölzer geschraubt sind. Nun kann man wieder selbst gestalten – d.h. sich das 2.te Stockwerk nach seinen Wünschen zurechtschneidern.
Da Chris damals noch die beiden Bass Drums triggerte wurde das 2.Stockwerk so eingerichtet, dass die beiden Trigger (mit T gekennzeichnet), zwei DI-Boxen (mit DI gekennzeichnet), das Soundmodul (mit SM gekennzeichnet), dessen Netzteil (mit NT gekennzeichnet) und noch eine Schachtel (mit S gekennzeichnet) mit Filz, Unterlegscheiben und sonstigen Accessoires Platzt hatten. Damit die Einzelteile beim Transport im Case nicht umherfliegen, wurden die Umrisse der beschriebenen Objekte in eine 6-8 cm Styroporplatte gesägt.
Um diese jedoch auf der mit Teppich beklebten Holzplatte zu befestigen war ein besonderer Trick notwendig. Es wurden Nägel an den Stellen in die Platte getrieben, an denen später keine ausgesägten Platzhalter zu sehen sind. Danach wurden die Köpfe der Nägel abgezwickt, so dass man eine Spitze erhält. Zu guter letzt muss man nur noch die ausgeschnittene Styroporplatte vorsichtig in die Spitzen Nägel drücken, bis diese den Teppich berührt. Um die Kabel für die Trigger ebenfalls immer parat zu haben, wurde auf einer Seite (rechts) noch eine Stelle frei gelassen, an die man die aufgewickelten Kabel um ein, in der Mitte positioniertes Vierkantholz legen kann. Fertig ist das zweite Stockwerk.
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Damit man das Case nicht mühsam schleppen muss, was vor allem im bepackten Zustand recht anstrengend sein dürfte, wurden große Räder montiert. Zwei lineare ohne Gelenk und zwei Lenkräder mit integrierten Bremsen. Da die Casewände an sich sehr dünn sind, wurden extra Bretter zurechtgesägt und an der Unterseite des Case angebracht, auf die später die Räder montiert werden. Somit wird verhindert, dass Case an der Radaufhängung ausreisst, wenn man z.B. gegen ein Bordstein, Multicore, etc. fährt, da sich die Kräfte auf das montierte Brett übertragen und nicht auf das dünnwandige Holz des Case. Diese Bretter sind ebenfalls wie die Trennwände im Case ca. 2 cm dick.
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Fertig ist das perfekte, auf die eigenen Bedürfnisse zu recht geschneiderte Case und wer hätte gedacht, dass die Kosten genauso hoch sind, wie ein rohes Case mit Rädern, ebenfalls von der Firma THON (189.-€)
Für die absoluten Heimwerkerfreaks oder diejenigen unter Euch, die sagen….. Moment es fehlt noch irgendetwas, hat Chris noch etwas ganz besonderes mit dem Case veranstaltet. Aber seht selbst: Dieses Logo einzugravieren dauerte genauso lange, wie der Bau des gesamten Case. Als Tipp sei hier noch kurz beigefügt, Logo ausschneiden und das Negativ auf das Case kleben. Dann am besten Schneespray oder Glitzerspray nehmen (egal, es muss nur wieder abwaschbar sein) und besprühen. So bekommt Ihr in kürzester Zeit ein perfektes Logo auf die Oberfläche, ohne verrutschen der Vorlage etc. Am Ende die Umrisse mit Bleistift nachzeichnen, Aufgesprühtes entfernen und schon kann es mit dem Gravieren losgehen. Hier sollten Ihr nur darauf achten, dass Ihr nicht tiefer als 1-2 mm graviert, also nur so tief, bis sich die Holzfarbe ändert.
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Es ist schon lange her, dass sich etwas in der TOOLTIME Rubrik etwas getan hat - doch es gibt einige neue Umbauten und Pimps, die in den vergangenen Jahren "on the Road" hinzugekommen sind. Zum einen hat Chris seit einiger Zeit sich ein personalisiertes Cymbals Hardcase zusammengebaut (siehe unteres Foto).

Aber auch das komplette Drumset wird nun in Harcases zum Rollen verpackt, wie ihr auf den unteren Fotos erkennen könnt. Alle Cases tragen mittlerweile natürlich den Bandnamen. Die Cases wurden mit strapazierfähigen Schaumstoff ausgekleidet und mithilfe von Holzplatten sektioniert, um mehrere Toms voneinander zu trennen. Für die Snares wurde ein Zwischenboden eingebaut, so dass beide Snares darin Platz finden.
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